Lexikon - A-Z

Umfangreicher geht es kaum. In unserem Lexikon finden Sie Bau- und Fachbegriffe einfach erklärt. Unser Lexikon deckt alle Bereiche von der Planung über die Finanzierung bis hin zum Bau eines Hauses ab. Profitieren auch Sie von diesem einmaligen Service.


Lexikon von A - Z

Abbruch

Der Abbruch bezeichnet das ganze oder teilweise Zerstören eines Gebäudes oder eines Gebäudeteiles. Das gemeinhin auch als Abriss bekannte Verfahren kommt meist dann zum Einsatz, wenn alte Bebauung weichen soll um einen Neubau zu ermöglichen.

Abgeschlossenheitserklärung

Die Abgeschlossenheitserklärung stellt einen rechtlich notwendigen Schritt in der Fertigstellung eines Bauvorhabens dar. In der Abgeschlossenheitserklärung wird festgehalten, dass die gebauten Wohnungen ausreichend voneinander abgetrennt sind, um als eigene Einheiten anerkannt zu werden und somit unter das Sondereigentum zu fallen.

Abnahme

Überprüfung ob alle erforderlichen Kriterien und Vorgaben erfüllt wurden (z.B. Kunde prüft ob Sonderwünsche, wie Steckdosen umgesetzt wurden und alles zu seiner Zufriedenheit ist).

Abschreibung

Die Abschreibung bezeichnet den Wertverlust, welchen ein Gegenstand im Laufe der Zeit erleidet. Dieser wird in der betrieblichen Abrechnung festgehalten.

Abstandsflächen

Als Abstandsfläche wird jener Bereich vor den Außenwänden des Gebäudes bezeichnet, welcher von jeglicher Bebauung freizuhalten ist. Hauptgründe hierfür sind Belichtung, Belüftung und Brandschutz.

Alleinauftrag

Ein Alleinauftrag legt fest, dass die unterzeichnende Vertragspartei exklusiv mit der Erledigung der festgehaltenen Aufgaben betraut wird. So wird einem Makler beispielsweise durch einen Alleinauftrag zugesichert, dass außer ihm kein anderer Makler für das im Auftrag bezeichnete Projekt zuständig ist.

Allgemeines Wohngebiet

In einem Allgemeinen Wohngebiet sind, außer der Nutzung als Wohnraum, lediglich nichtstörende Handwerksbetriebe und solche Geschäfte zugelassen, welche der Versorgung des Wohngebietes dienen. Diese sind meist Infrastruktureller Natur (z.B. Schulen).

Altlasten

Der Begriff Altlast bezeichnet einen abgrenzbaren Teil der Erdoberfläche, der infolge früherer menschlicher Tätigkeiten gesundheits- oder umweltschädliche Veränderungen des Bodens oder des Grundwassers aufweist, wodurch die durch Rechtsnormen geschützte Mindestqualität nicht mehr gegeben ist. Ein Beispiel hierfür wäre ein ehemaliges Fabrikgelände welches z.B. durch Schwermetalle verseucht wurde.

Anfänglicher Effektiver Jahreszins

Der Anfängliche Effektive Jahreszins bezeichnet den, zu Beginn des Kalenderjahres erhobenen, effektiven Jahreszins bei Darlehensverträgen deren Zinssatz sich während der Laufzeit ändern kann. 

Ankaufsrecht

Das Ankaufsrecht bezeichnet die Möglichkeit des Berechtigten durch die bloße Benachrichtigung des Eigentümers der Sache einen Kaufvertrag schließen zu können. So kann der Mieter einer Immobilie, sollte er über ein Ankaufsrecht verfügen und die festgelegten Bedingungen erfüllen, sich dazu entschließen den Eigentümer von seiner Kaufabsicht zu unterrichten. Hierdurch kommt ein gültiger Kaufvertrag zu Stande. Im Unterschied zum Vorkaufsrecht bedarf es beim Ankaufsrecht keiner Einwirkung durch eine dritte Partei (z.B. einen anderen Kaufinteressenten). 

Annuität

Eine Annuität ist eine jährliche, gleichbleibende,  fließende Zahlung welche sich beispielsweise beim Immobilienkredit aus Zins und Tilgung zusammensetzt. Hierbei wird bei fortschreitender Dauer des Kredites das Verhältnis von Tilgung zu Zinsen stets so verschoben, dass die Zahlungen jedes Jahr die gleiche Höhe haben.

Anschaffungskosten

Als Anschaffungskosten werden im Falle des Immobilienkaufes jene Zahlungen bezeichnet, welche für den Erwerb oder die Nutzbarmachung der Immobilie zu leisten sind. Beispiele hierfür sind die Maklerprovision, die Grunderwerbsteuer etc.

Ansicht

Die Ansicht ist die zweidimensionale Darstellung eines Körpers (z.B. eines Hauses) von außen, zum Zwecke der Veranschaulichung.

ArchiCAD

ArchiCAD ist ein Zeichenprogramm für Architekten. Dieses Programm wurde speziell für das Bauwesen entwickelt. In diesem Programm können die Planungen in allen Leistungsphasen der Architektur generiert werden.

Architekt

Der Architekt ist für Entwurf und Planung des Gebäudes zuständig. Es ist über das gesamte Bauvorhaben hinweg an Planung, Ausführung und Überwachung beteiligt.

Architektenvertrag

Vertrag zwischen dem Bauherren und dem Architekten in welchem die zu erbringenden Leistungen detailliert festgehalten werden. So werden beispielsweise die nach HOAI zu erbringenden Leistungsphasen, von welchen die Entlohnung des Architekten abhängt, vertraglich festgehalten.

Auflassung

Die Auflassung ist eine rechtlich erforderliche Erklärung eines Notars darüber, dass sich Verkäufer und Käufer eines Grundstückes über den Verkauf eines Grundstückes geeinigt haben. Die Auflassung muss in Anwesenheit beider Parteien geschehen, damit im Anschluss an das Einbringen des Auflassungsnachweises der Eintrag im Grundbuch abgeändert werden kann.

Aufteilungsplan

Als Aufteilungs- oder Teilungsplan wird die Gesamtheit all jener Zeichnungen (im Maßstab 1:100)  bezeichnet, welche  erforderlich sind um das aufzuteilende Gebäude grafisch darzustellen. Alle Wohnräume, welche dem Selben Wohneigentum zugeordnet sind müssen hierbei über eine identische Nummer verfügen.

Aushub

Der Aushub bezeichnet jenes Material, welches beim Graben der Baugrube entsteht. So wird beispielsweise die beim Graben der Baugrube anfallende überschüssige Erde als Aushub bezeichnet.

Außenputz

Als Außenputz bezeichnet man die Verkleidung der Außenfassade mit Mörtel. Häufig wird der Außenputz z.B. durch das Zusetzen von Styroporkügelchen mit wärmedämmenden Eigenschaften versehen.

Avalgebühr

Im Rahmen einer Baufinanzierung erhebt der Kreditgeber eine einmalige oder laufende Gebühr. Der Grund dafür liegt darin, dass der Kreditgeber das Risiko sowie den Verwaltungsaufwand für die Finanzierung auf sich nimmt.

Balkon

Als Balkon wird eine über dem Boden liegende, am Haus befestigte Plattform bezeichnet, welche in der Regel mit einem Geländer gesichert ist.

Baubeschreibung

In einer Baubeschreibung wird das zu errichtenden Gebäude detailliert beschrieben. Es wird aufgeführt welche Materialien eingebaut werden und wie gebaut wird. Die Baubeschreibung ist Bestandteil des notariellen Kaufvertrages

Bauerwartungsland

Als Bauerwartungsland werden solche Gebiete bezeichnet, deren Bebauung in unmittelbarer Zukunft vorauszusehen ist. Dies kann entweder in der Nähe zu einer bereits bestehenden Bebauung, oder durch die Ausweisung als Baufläche begründet liegen.

Baugebiet

Als Baugebiet wird ein Areal bezeichnet, welches im Flächennutzungsplan als Baugrund ausgewiesen ist. Es gibt verschiedene Arten von Baugebieten, welche sich je nach Art der vorgesehenen Bebauung voneinander unterscheiden (z.B. Wohngebiet, Industriegebiet, Gewerbegebiet etc.)

Baugenehmigung

Die Baugenehmigung bezeichnet die Aufhebung des vorbeugenden Bebauungsverbotes zu Gunsten des Bauträgers. Sie wird durch das zuständige Amt nach Einreichung und Genehmigung eines Bauantrages gewährt und erlaubt die antragsgemäße Bebauung des Gebietes.

Baugrenze

Die Baugrenze ist auf dem Bauplan festgelegt und limitiert die Ausbreitung des Objektes. Die festgelegte Baugrenze darf bei der Errichtung des Objektes nicht überbaut werden.

Bauherrenhaftpflicht

Der Bauherr ist gesetzlich dazu verpflichtet seine Baustelle so abzusichern, dass sich niemand verletzen kann. Für eventuell auf der Baustelle entstehende Schäden und Personenschäden hat der Bauherr dem Recht nach zu haften.

Bauherrenhaftpflichtversicherung

Eine Versicherung, welche die Inhalte der Bauherrenhaftpflicht abdeckt und in der Regel bereits in der normalen Haftpflichtversicherung integriert ist. Überschreitet die Bausumme jedoch den in der Standartversicherung festgelegten Betrag, so muss der Bauherr eine gesonderte Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen.

Bauingenieur

Der Bauingenieur(oft auch Bauleiter) ist im Wesentlichen mit der Betreuung des Bauvorhabens betraut. Er überwacht das Einhalten der zeitlichen Abläufe und ist sowohl der Herstellung der Sicherheit, als auch der der Wirtschaftlichkeit verpflichtet.

Baukindergeld

Eine Staatliche Fördermaßnahme in Höhe von 800 welche bis 2006 gewährtwurde.

Baukostenindex

Der Baukostenindex wird vom statistischen Bundesamt vierteljährlich erhoben und zeigt die Entwicklung der Baukosten im Bezug auf ein Basisjahr an. Mit Hilfe dieses Indexes ist es möglich festzustellen in welchem Maße sich das Preisniveau eines beliebigen erhobenen Zeitraumes von dem eines anderen unterscheidet.

Bauleistungsversicherung

Die Bauleistungsversicherung schützt Bauherren und Bauunternehmer vor unvorhersehbaren Schäden welche während der Bauzeit eines Objektes auftreten. Hierzu zählen höhere Gewalten, wie Hochwasser oder Sturm, jedoch auch andere Aspekte wie beispielsweise Vandalismus. Eine Versicherung gegen Feuer ist in der Regel nicht enthalten.

Baulinie

Die Baulinie legt exakt fest an welcher Stelle sich die Außenwände des Gebäudes zu befinden haben. Dies dient unter Anderem dazu eine abschließende Häuserflucht an der Straßenseite zu gewährleisten.

Baumassenzahl (BMZ)

Die Baumassenzahl (BMZ) (BauNVO, § 21), gibt an, wie viel Kubikmeter Baumasse je Quadratmeter Fläche eines Baugrundstücks zulässig oder vorhanden sind. Die Baumasse umfasst das Gesamte Gebäude (vom Fußboden des untersten Vollgeschosses (Keller) bis zur Decke des letzten Vollgeschosses.

Baumgutachten

Bei einem Baumgutachten wird ein Baum dahingehend überprüft ob er den Bedingungen an seinem neuen oder derzeitigen Standort gewappnet ist. Ein Sachverständiger testet den Baum auf Mögliche Schäden, welche die Bruch- oder Standsicherheit des Baumes beeinträchtigen könnten. Im Bauwesen ist dies daher immens wichtig, da man sicher gehen muss dass ein Bauvorhaben oder ein fertiges Gebäude nicht durch eventuell umstürzende Bäume gefährdet sind.

Baunebenkosten

Baunebenkosten sind die Zahlungen die neben den eigentlichen Bau-, Grundstücks-, und Planungskosten anfallen. Dazu gehören beispielsweise Gebühren, Finanzierungskosten, Versicherung etc.

Baureinigung

Die Baureinigung unterteilt sich in die Baugrobreinigung und die Baufeinreinigung. Bei der Grobreinigung wird während der Bauarbeiten Grobschmutz entfernt und Bauschutt fachgerecht entsorgt. Die Baufeinreinigung bezeichnet die Herstellung der Bezugsfertigkeit durch das Reinigen sämtlicher Oberflächen und das Entfernen jeglichen verbliebenen Schmutzes.

Bauspardarlehen

Ist die in einem Bausparvertrag festgelegte Vertragssumme bei der Zuteilung (sprich: bei der Auszahlung) des Vertrages noch nicht erreicht, so wird der fehlende Betrag in Form eines Bauspardarlehens gewährt. Für das Darlehen wird, unabhängig vom derzeitigen Finanzmarkt, der im Bausparvertrag festgelegte Zinssatz fällig.

Bausparen

Das Bausparen bezeichnet den Abschluss eines Bausparvertrages, was beispielsweise die Anschaffung einer Immobilie erleichtern kann.

Bausparförderung

Als Bausparförderung wurden die bis 2006 gewährten staatlichen Zuschüsse zum Bau wie z.B. die Eigenheimzulage bezeichnet.

Bausparsumme

Ein Bausparvertrag ist ein staatlich geförderter Sparvertrag welchen der Vertragsnehmer mit der Bausparkasse seiner Wahl schließt. Der Bausparvertrag dient meist der zukünftigen Finanzierung einer Immobilie und ist in Zinssatz, Sparsumme und dergleichen Vertraglich festgelegt.

Bausparvertrag

Ein Bausparvertrag ist ein staatlich geförderter Sparvertrag, welchen der Vertragsnehmer mit der Bausparkasse seiner Wahl schließt. Der Bausparvertrag dient meist der zukünftigen Finanzierung einer Immobilie und ist in Zinssatz, Sparsumme und dergleichen Vertraglich festgelegt.

Bautagebuch

Das Bautagebuch wird als Dokumentation des Bauprozesses geführt. Es wird in der Regel täglich, zumindest jedoch bei jedem Baustellenbesuch geführt. Es werden relevante Daten wie Datum, Objekt, Anzahl der Handwerker etc. festgehalten.

Bauträger

Der Bauträger ist ein Unternehmen, welches die Erstellung von Wohn- und Gewerbeimmobilien zum gewerbsmäßigen Vertrieb zum Gegenstand hat. Im Gegensatz zum Bauherren, welcher dem Kunden lediglich eine Immobilie ohne das damit verbundene Grundstück liefert, stellt der Bauträger dem Kunden zusätzlich zu seiner Immobilie auch das betreffende Grundstück zur Verfügung. Aufgrund dieser Grundstücksübertragung ist eine notarielle Beglaubigung im Gegensatz zum Bauherren beim Bauträger von Nöten.

Bautrocknung

Damit nach der Fertigstellung eines Objektes keine Feuchtigkeitsschäden entstehen, muss dem Gebäude die durch die Baustoffe eingebrachte Feuchtigkeit entzogen werden. Hierbei gibt es vom Lüften über den Kondensationstrockner eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Bauzeitenplan

Plan welcher der zeitlichen Koordination aller Abläufe auf der Baustelle zugrunde liegt.

Bauzwischenkredit

Ein Bauzwischenkredit ist eine Übergangslösung die von einer Bank oder Bausparkasse gewährt wird. Er dient dazu den Zeitraum zwischen der Investition in eine Immobilie und der Bewilligung der endgültigen Baufinanzierung zu überbrücken.

Bebauungsplan (B-Plan)

Die Gemeinden stellen Bebauungspläne auf, um die städtebauliche Entwicklung und Ordnung in der Gemeinde zu steuern. Bebauungspläne sind Satzungen. Sie enthalten verbindliche Festsetzungen und bestimmen, wie die Grundstücke bebaut werden können. Sie leiten sich stets aus dem Flächennutzungsplan ab.

Bebauungsplan (Einfach)

Einfache Bebauungspläne erfüllen weder die Voraussetzungen eines qualifizierten noch eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Eine abschließende Klärung der bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit von Bauvorhaben kann nicht erfolgen.

Bebauungsplan (qualifiziert)

Ein qualifizierter Bebauungsplan liegt dann vor, wenn der Bebauungsplan mindestens Festsetzungen über die Art und das Maß der baulichen Nutzung, die überbaubaren Grundstücksflächen und die örtlichen Verkehrsflächen enthält.

Bebauungsplan (Vorhabenbezogen)

Vorhabenbezogene Bebauungspläne können von den Gemeinden auf der Grundlage eines von einem (privaten) Vorhabenträger mit der Gemeinde abgestimmten Vorhaben- und Erschließungsplans aufgestellt werden.

Beglaubigte Abschrift

Kopie welche von einem Notar auf ihre Korrektheit hin überprüft wurde. Dies ist bei wichtigen Dokumenten, wie beispielsweise einem Kaufvertrag, von Relevanz deren Echtheit eine ausschlaggebende Rolle spielt.

Behindertengerecht / Barrierefrei

Eine behindertengerechte Immobilie ist so aufgebaut, dass sich z.B. auch Menschen mit einem Rollstuhl gut bewegen können. Dazu zählen das Verbreitern von Türen und Gängen, sowie die Vermeidung von Treppen oder deren Umgehung mittels eines Aufzuges.

Beleihungswert

Der Beleihungswert ist jener Wert den ein Kreditinstitut einer Immobilie im Falle eines Kredites als Sicherheit für eben jenen Kredit beimisst. Der Wert ist so zu bemessen dass die Bank, unabhängig vom Marktwert, in der Lage ist die Risiken die bei der Vergabe des Kredites für sie entstehen abzudecken. Im konkreten Falle dient also beispielsweise die Immobilie bis zur Abgeltung des Kredits der Bank als Sicherheit.

Bemessungsgrundlage

Die Bemessungsgrundlage dient als Richtwert für steuerliche Berechnungen. So errechnet sich bei der Erbschafts- oder Schenkungssteuer im Falle einer Immobilie beispielsweise die Höhe des Betrages aufgrund des Wertes der Immobilie, welche in diesem Falle als Bemessungsgrundlage dient.

Bereitstellungszinsen

Bereitstellungszinsen fallen dann an, wenn zwischen der Bereitstellung und der eigentlichen Nutzung des Kreditbetrages ein größerer Zeitraum vergeht. Die Bank erhebt in diesem Fallden Bereitstellungszins als eine Art Verwaltungsgebühr für das nicht abgerufene Kreditvolumen..

Berliner Verbau

Holzbohlenwand welche das Nachrutschen von Erdreich in eine Baugrube verhindert. Hierbei wird an den Rändern der Baugrube erst ein Metallgestell aufgebaut. Im Anschluss werden die Freiräume mit Holzbohlen aufgefüllt um ein durchkommen des Erdreiches zu vermeiden.

Betriebskosten

Betriebskosten sind laufende Kosten welche dem Eigentümer einer Immobilie zur Last fallen und im Falle eines Mietverhältnisses meist laut Mietvertrag vom Mieter zu erstatten sind. Zu den Betriebskosten zählen beispielsweise Müllabfuhr, Beleuchtung, Straßenreinigung etc.

Beurkundung

Die Beurkundung bezeichnet das Schließen eines Vertrages in Anwesenheit eines Notars. Der Vertrag muss vom Notar niedergeschrieben, und im Anschluss von beiden unterzeichnenden Parteien anerkannt und unterschrieben werden um Gültigkeit in Form einer Beurkundung zu erlangen.

Bewehrung

Ist ein Gebäude nach der Fertigstellung widrigen Bedingungen ausgesetzt, so ist es angeraten es durch eine „Bewehrung“ zu verstärken. Hierbei wird die Stabilität des Bauwerkes durch die Verwendung robusterer Materialien wie z.B. Stahl- oder Textilbeton erhöht.

BHKW

Ein Blockheizkraftwerk dient der Gewinnung von Energie und Wärme. Es wird meist direkt am Ort des Wärmebedarfs betrieben, kann jedoch auch Fernwärme ins Netz einspeisen. Hierfür beispielsweise nicht maßgeblich. Der Zeitpunkt der Bezugsfertigkeit ist vertraglich festgelegt, was den Bauträger verpflichtet zum gegebenen Zeitpunkt die Bauarbeiten abgeschlossen zu haben.

Bodengutachten

Das „Baugrund- und Gründungsgutachten“ ist ein zwingend erforderlicher Bestandteil eines Bauantrages. Das Bodengutachten stellt eine verlässliche Aussage über die Tragfähigkeit des Bodens dar und wird von den Ingenieuren und Architekten benötigt um sachgemäß ein stabiles Fundament zu bauen.

Bodenrichtwert

Der Bodenrichtwert ist ein Orientierungswert für den ungefähren Preis eines Grundstückes. Er ermittelt sich als Durchschnitt aus vorangegangenen Grundstückstransaktionen in der entsprechenden Region und kann als Ausgangspunkt für das ermitteln des eigentlichen Bodenwertes herangezogen werden.

Bodenwert

Der Bodenwert bezeichnet den Wert eines Grundstückes im tatsächlichen oder fiktiven unbebauten Zustand. Es wird also jener Wert bezeichnet welchen das Grundstück alleine, ohne jegliche Bebauung, hat.

Bonitätsprüfung

Bei der Bonitätsprüfung stellt das Kreditgebende Institut die Kreditwürdigkeit des Kunden fest. Die Bank sichert sich somit dahingehend ab, dass nach Möglichkeit keine Kredite an Kunden vergeben werden welche sich diese nicht leisten können und der Bank somit Verluste bringen würden.

Dachdämmung

Die Dachdämmung ist ein essenzieller Teil der Wärmedämmung und dient der Reduzierung des Energieverbrauches der Immobilie. Hierbei wird der Dachstuhl mit Dämmmaterial ausgekleidet um beispielsweise ein Entweichen der Wärme im Winter zu verhindern und somit die Heizkosten zu reduzieren.

Dachdecker

Die Aufgabe des Dachdeckers ist es die Wind- und Wetterfestigkeit des Gebäudes zu gewährleisten. Zu seinen Aufgaben gehören sämtliche Tätigkeiten am Dach, sowie Arbeiten in der Wand- und Abdichtungstechnik.

Dachstuhl

Der Dachstuhl ist die Tragekonstruktion des Daches. Er Wird meist in Holzbauweise errichtet und stellt beispielsweise bei einem Holzdach die gesamte Konstruktion dar, welche zum Tragen der Sparren von Nöten ist.

Darlehensgebühren

Darlehensgebühren werden zusätzlich zu den vereinbarten Zinsen bezahlt. Damit wird die Bank für die Bereitschaft entlohnt den Kredit zu gewähren.

Dienstbarkeit

Die Dienstbarkeit bezeichnet das Nutzungsrecht an einer fremden Sache, in diesem Falle an einer Immobilie. Dabei teilt sich die Dienstbarkeit in verschieden Aspekte wie z.B. das Nießbrauchrecht oder das Dauerwohnrecht auf.

Disagio

Das Disagio stellt einen Abschlagswert dar, welcher bei der Einrichtung eines Kredites vereinbart werden kann. Beträgt das Disagio beispielsweise 9%, so stehen dem Kreditnehmer bei einem Kredit von 100€ lediglich 91 Euro zur Verfügung. Er muss jedoch trotzdem 100 Euro tilgen und verzinsen.

DWG

Standardisiertes Dateiformat welches dem Austausch von Bauzeichnungen dient. Dies ist daher von Vorteil, dass DWG Dateien aufgrund ihrer Standardisierung stets bearbeitet werden können und nicht mit Kompatibilitätsproblemen zu kämpfen haben. Sollte doch eine PDF Datei von Nöten sein, so ist eine Konvertierung problemlos möglich.

Effektivzins

Der Effektivzins, oder auch effektive Jahreszins, bezeichnet die Kosten eines Kredites, welche jährlich entstehen. Die Höhe des Zinses bemisst sich hierbei am Volumen des laufenden Kredites.

Eigenbedarf

Der Eigenbedarf ist ein Begriff aus dem Mietrecht. Hierbei wird eine Möglichkeit für den Vermieter eröffnet seinem Mieter zu kündigen wenn er die Wohnung unmittelbar für sich, eine Person aus seinem Hausstand oder zum Beispiel eine Pflegekraft benötigt.

Eigenkapital

Das Eigenkapital bezeichnet jene finanziellen Mittel, welche dem Bauherren unabhängig von einem Kredit zur Verfügung stehen. Dazu zählen z.B. Bausparverträge, Grundstückeigentum etc.

Eigenleistung

Als Eigenleistungen werden solche Leistungen bezeichnet welche der Bauherr selber an seiner Baustelle vollbringt. Deckt er beispielsweise das Dach selbst oder streicht er die Wände, so zählt dies als Eigenleistung. Mit Eigenleistungen können zwar die Baukosten gesenkt werden, sie stellen jedoch auch ein Risiko dar, da für Schäden welche durch den Bauherren selber verursacht werden keine Gewährleistung gilt.

Eigentum

Das Eigentum bezeichnet die juristische Zuordnung einer beweglichen oder unbeweglichen Sache zu einer Person. Das Eigentum ist jedoch nicht mit dem Besitz zu verwechseln, da sich eine Sache die Eigentum einer Person ist durchaus im Besitz einer anderen Person befinden kann. Bei einer Immobilie ist der Eigentümer jene Person, welche im Grundbuch eingetragen ist.

Eigentümergemeinschaft

Eine Eigentümergemeinschaft besteht aus der Gesamtheit aller Teil- oder Wohnungseigentümer einer Wohneinheit. Bei kleinen Wohneinheiten kann die Eigentümergemeinschaft beispielsweise auch die Verwaltung übernehmen.

Einfamilienhaus

Ein Einfamilienhaus ist ein Haus das, unabhängig von Bauart und Größe, nur genug Wohnraum für eine Familie bietet.

Eingabeplanung/Bauantrag

Die Eingabeplanung vereint alle Schritte welche das Einreichen eines Bauantrages zum Zwecke der Erlangung einer Baugenehmigung zum Ziel haben. Neben den Grundrissen, Bauantragsformular und Baugenehmigungsantrag beinhaltet die Eingabeplanung untere anderem den Wärmeschutznachweis.

Einkommensgrenze

Die Einkommensgrenze stellt eine festgelegte Marke dar, bis zu deren Überschreitung der Staat Hilfe bei der Finanzierung einer Immobilie gewährt. Wird die Einkommensgrenze jedoch überschritten, so entfällt die Staatliche Hilfsfinanzierung.

Elektrik

Als Elektrik werden all jene Bereiche bezeichnet die sich mit der Nutzung von Strom befassen. Darunter fallen Beispielsweise die Beleuchtung, der Aufzug, die Klingeln etc.

Energiepass

Als Energiesparhaus darf ein Haus bezeichnet werden welches einen in der EnEVfestgelegten Richtwert in Sachen Energieverbrauch nicht überschreitet. Erfüllt es die Kriterien, so ist es im Vergleich zu anderen Häusern ähnlicher Bauweise deutlich sparsamer im Energieverbrauch.

Energiesparhaus

Als Energiesparhaus darf ein Haus bezeichnet werden welches einen in der EnEVfestgelegten Richtwert in Sachen Energieverbrauch nicht überschreitet. Erfüllt es die Kriterien, so ist es im Vergleich zu anderen Häusern ähnlicher Bauweise deutlich sparsamer im Energieverbrauch.

EnEV

Die EnEV ist eine Energiesparverordnung und Teil des deutschen Wirtschaftsverwaltungsrechts. Dies ist für Bauträger und Kunden daher wichtig, da sie vorschreibt über welchen Energiebedarf eine Immobilie einer bestimmten Bauweise verfügen darf, und somit zu einem gewissen Teil die Bauweise des Gebäudes mit bestimmt.

Entwässerung

Die Entwässerung bezeichnet das gezielte Abführen von unerwünschtem Wasser von der Baustelle. So kann beispielsweise mittels einer Drainage unerwünschtes Grundwasser abgeführt werden um auf dem entsprechenden Gebiet die Bebauung zu ermöglichen.

Erbbaurecht

Das Erbbaurecht wird rechtlich wie ein Grundstück behandelt und kann somit verkauft, vererbt und belastet werden. Es bezeichnet das Recht im Gegenzug für eine Regelmäßige Zahlung an den Grundstückseigentümer auf seinem Grund und Boden zu bauen. Das Erbbaurecht wird mittels eines Vertrages geschlossen und im Grundbuch eingetragen.

Erbbauzins

Als Erbbauzins wird die wiederkehrende Zahlung bezeichnet welche ein Grundstückseigner im Gegenzug für die Gewährung des Erbbaurechtes erhält. Die Höhe des Erbbauzinses ist für die gesamte Laufzeit festgeschrieben und kann nur dann flexibel ablaufen wenn dies bei Abschluss des Vertrages so festgehalten wurde.

Erschließung

Als Erschließung werden all jene Maßnahmen bezeichnet welche der Anbindung eines Geländes oder einer Immobilie an die Infrastruktur dienen. Dazu gehören Abwasser, Strom, Gas etc.

Ertragswert

Unter dem Begriff Ertragswert werden die monetären Gewinne zusammengefasst, welche in Zukunft von einer Immobilie zusammen. Er setzt sich aus dem Barwert der zukünftigen Überschüsse aus Ertrag und Aufwand bzw. Einzahlungen und Auszahlungen zusammen.

Estrich

Der Estrich ist jener Fußboden, welcher in Vorbereitung auf den endgültigen Bodenbelag verlegt wird. So kann der Begriff Estrich beispielsweise den für die Verlegung von Laminat vorbereiteten Boden bezeichnen.

ETW

ETW ist die allgemein gültige Abkürzung für den Begriff Eigentumswohnung.

Exposé

Ein Exposé ist eine kurze Beschreibung des Objekts, meist in Form einer Mappe oder eines Heftes welches vom Bauträger oder vom Makler an den Kunden herausgegeben wird. Es beinhaltet Grundlegende Daten wie Lageplan, Preis, Fertigstellungstermin etc. und soll dem Kunden einen Überblick über das Objekt verschaffen.

Fenster

Fenster sind Öffnungen im Mauerwerk welche der Beleuchtung und der Aussicht dienen. In den meisten Fällen verfügt es über Fensterflügel, welche ein Öffnen zum Zwecke der Luftzufuhr gestatten.

Fernwärme

Der Verbraucher wird durch einen Versorger mit Heizung und Warmwasser beliefert, welche durch ein gedämmtes Rohrsystem zum Endverbraucher gelangen. Die gelieferten Ressourcen werden beim Kunden anschließend in der Übergabestation an seine Bedürfnisse angepasst. So wird beispielsweise das Wasser, welches mit ca. 105°C transportiert wird auf eine verwendbare Temperatur heruntergeregelt.

Festzins

Ein Festzins wird bei Vertragsabschluss festgelegt. Er zeichnet sich dadurch aus dass er über die gesamte Laufzeit des Kredites, unabhängig vom der Entwicklung des Finanzmarktes, gleich bleibt.

Festzinsdarlehen

Als Festzinsdarlehen wird ein Kredit bezeichnet bei dessen Abschluss ein fester Zinssatz über die gesamte Laufzeit festgelegt wurde. Der Kunde zahlt also unabhängig von der Entwicklung des Zinsmarktes stets den gleichen Zinssatz.

Finanzierung

Eine Immobilienfinanzierung bezeichnet die Bereitstellung von Fremdkapital zum Zwecke der Errichtung einer Immobilie, z.B. durch eine Bank oder eine Bausparkasse. Hierbei bringt der Kunde meist ein Eigenkapital ein und bekommt den Rest des Kaufpreises von einer Bank, einer Bausparkasse oder dergleichen geliehen. Als Sicherheit für die Bank dient die erworbene Immobilie.

Finanzierungsplan

Ein Finanzierungsplan ist die Grundlage auf der eine Kreditvergabe erfolgt. Es werden die Kosten, das verfügbare Eigenkapital und das benötigte Fremdkapital in Form des Kredites aufgelistet. Auf der Basis des Finanzierungsplans entscheidet das Kreditinstitut über eine Vergabe des Kredites.

Flaschner

Der Flaschner, gemeinhin auch als Klempner oder Spengler bekannt, ist jener Handwerker auf dem Bau welcher mit der Bearbeitung von Metall betraut ist. Seine Aufgabe ist es Bleche zu Bauteilen zu verarbeiten.

Fliesen

Unter Fliesen versteht man einen Mosaikartig angeordneten Wand- oder Bodenbelag welcher meist durch Verfugung befestigt ist. Fliesen bestehen meist aus Keramik oder steinähnlichen Materialen, können jedoch auch z.B. aus Teppichboden bestehen.

Flurkarte

Die Flurkarte – auch Katasterkarte genannt – ist eine maßstabsgetreue Darstellung aller Liegenschaften. Sie enthält folgende Informationen: Geschosshöhe, die gebaut werden darf, die Hausnummer, die Flurnummer und die Anordnung der Bestandsgebäude.

Flurnummer

Sowohl auf der Flurkarte als auch im Grundbuch wird jedes Grundstück mit einer Individuellen Nummer angeführt um eine Verwechslung zu vermeiden. Diese Nummer wird Flurnummer genannt.

Fremdkapital

Das Fremdkapital ist die Differenz zwischen den für den Erwerb der Immobilie erforderlichen Kosten und dem vorhandenen Eigenkapital. Das Fremdkapital wird meist in Form eines Kredites von der Bank bereitgestellt.

Freiflächenplan

Wird auch als Grünordnungsplan (GOP) bezeichnet. Er dient dem Umweltschutz und trägt zur Vorbereitung des Bauplanes bei. Eingetragen werden Landschaftsmerkmale wie beispielsweise Bäume, Hecken etc.

Fugensand

Material welches benutzt wird um verbliebene Fugen im Bodenbelag zu schließen. Im Gegensand zu normalem Sand verfügt Fugensand aufgrund seiner Zusammensetzung über eine stark Unkrauthemmende Wirkung uns sorgt somit für eine anhaltende Ästhetik der behandelten Fläche.

Gaube

Aufbau im Dachgeschoss welcher der Vergrößerung der Nutzfläche dient. Wird meist in Form von Fenstern zum Zwecke der Belüftung und der Beleuchtung eingebaut.

Gemarkung

Die Gemarkung ist eine Flächeneinheit im Grundbuch. Sie bildet aus einer Vielzahl beieinanderliegenden Grundstücken einen Grundstückverband der dann im Grundbuch mit einer Kennung versehen wird.

Gemeinschaftseigentum

Als Gemeinschaftseigentum gelten das Grundstück, sowie Teile und Anlagen welche nicht zum Sondereigentum zählen oder einer Drittpartei gehören. Das Gemeinschaftseigentum beinhaltet alle Dinge die zum Bestand und der Sicherheit des Gebäudes erforderlich sind wie z.B. das Dach, tragende Wände etc.

Geschlossener Immobilienfonds

Der Geschlossene Immobilienfonds ist eine Form der Kapitalanlage bei dem die Anleger ihr Geld in Immobilien, meist in Form von Gewerbeimmobilien, investieren. Die Anleger können sich im Vornherein ausführlich über das Anlageobjekt informieren und beim erreichen der benötigten Geldsumme wird der Fonds geschlossen. Durch die Schließung des Fonds ist die Zahl der Anleger, und somit die Anzahl der Miteigentümer reguliert. Hat man in einen Immobilienfonds investiert, so verfügt man über alle Profitmöglichkeiten, trägt jedoch auch alle Risiken mit die eine Gewerbeimmobilie mit sich bringt.

Geschossflächenzahl (GFZ)

Die Geschossflächenzahl (GFZ) (BauNVO, § 20), gibt das Verhältnis der gesamten Geschossfläche aller Vollgeschosse der baulichen Anlagen auf einem Grundstück zu der Fläche des Baugrundstücks an.

Beispiel: GFZ 0,7 und 800 m² Grundstücksfläche => max. zulässige Geschossflächen 560 m²

Gewährleistung
Die Gewährleistung legt Ansprüche fest welche ein Käufer dem Verkäufer im Falle von Mängeln gegenüber geltend machen kann. Die Gewährleistung durch den Bauträger gegenüber dem Kunden gilt in der Regel 5 Jahre ab dem Zeitpunkt der Abnahme der Wohnung durch den Kunden.
Gewerk
Das Gewerk bezeichnet die Gesamtheit aller auf der Baustelle zu verrichtenden Handwerklichen Arbeiten. Vom Maurer über den Fliesenleger bis hin zum Elektriker sind alle Arbeiten unter dieser Bezeichnung versammelt.
Grundbuch
Das Grundbuch ist ein amtliches öffentliches Verzeichnis in welchem die Eigentumsverhältnisse und die Lasten von Grundstücken verzeichnet werden. Einträge im Grundbuch sind in der Regel amtlich und legen somit auch den gesetzlichen Eigentümer fest.
Grundbuchamt
Das Grundbuchamt ist die Behörde die mit der Führung des Grundbuches beauftragt ist.
Grundbuchauszug
Der Grundbuchauszug ist eine Abschrift aller für das Bauvornehmen relevanten Grundbucheinträge. Er ist für die Beleihung sowie den Kauf einer Immobilie zwingend erforderlich und kann, nachdem berechtigtes Interesse nachgewiesen wurde, beim Grundbuchamt beantragt werden.
Grundbuchblatt
Grundbuchblatt nennt man die Eintragungen im Grundbuch welche einem individuellen Grundstück zugeordnet sind.
Grunddienstbarkeit
Das Grunddienstrecht bezeichnet das Recht eines Grundstückseigentümers das Grundstück eines anderen Eigentümers auf schriftlich festgehaltene Art und Weise zu benutzen. Dies kann die Stromversorgung betreffen oder sich beispielsweise in Form einer Auffahrt darstellen. Beide Parteien halten diese Grunddienstbarkeit entsprechend fest, wobei der Eigentümer des genutzten Grundstückes eine Entschädigung in Form von Geld oder Instandhaltungsarbeiten fordern kann.
Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer welche von den Ländern in Form einer Abgabe beim Grundstückskauf erhoben wird. Sie kann bei Bedarf an die Kommunen weitergegeben werden und bemisst sich an der Höhe des Verkaufspreises.
Grundflächenzahl (GRZ)

Die Grundflächenzahl (GRZ) (BauNVO, § 19), gibt an, wie viel Quadratmeter des zu bebauenden Grundstücks überbaut werden darf.

Beispiel: GRZ 0,5 und 900 m² Grundstücksfläche => max. zulässige Überbauung 225 m²

Grundpfandrechte
Das Grundpfandrecht bezeichnet die Verwendung eines Grundstückes als Sicherheit für einen Kredit. Kann der Kredit nicht mehr Bedient werden so ist der Kreditgeber dazu ermächtigt sich das Geld durch Vollstreckung des Grundstückes zurück zu holen.
Grundriss
Zeichnerische Darstellung welche der Veranschaulichung der Lage und Größe von Räumen in einem Gebäude dient. Anhand des Grundrisses kann der Kunde feststellen wie das Objekt geschnitten ist und sich entscheiden ob es ihn interessiert oder nicht. Da der Grundriss über sämtliche Maße verfügt können auch Möbel auf seiner Basis bereits eingeplant werden.
Grundschuld
Die Grundschuld bezeichnet die Belastung eines Grundstückes im Rahmen des Grundpfandrechtes.
Grundschuldbestellung
Die Grundschuldbestellung bezeichnet die Einwilligung des Grundstückeigentümers zur Belastung seiner Immobilie im Rahmen einer Kreditabsicherung. Die Grundschuldbestellung beinhaltet einen Eintrag in das Grundbuch.
Grundsteuer
Die Grundsteuer ist eine Steuer welche auf das Eigentum von Grundstücken erhoben wird. Die Höhe der Grundsteuer bemisst sich meist am Wert des besteuerten Grundstückes.
Hausanschlusskosten
Die Hausanschlusskosten setzen sich aus allen Gebühren zusammen welche fällig sind um die Immobilie an das Strom-, Gas- und Wassernetz anzuschließen.
Hausordnung
Die Hausordnung ist eine Sammlung privatrechtlicher Vorschriften welche die Benutzung einer Immobilie regelt. So können beispielsweise Aufgaben wie die regelmäßige Reinigung des Treppenhauses durch die Bewohner in der Hausordnung festgehalten werden.
Hausverwalter
Der Hausverwalter (nicht zu verwechseln mit dem Hausmeister) beschäftigt sich mit der Verwaltung von vermieteten Wohnhäusern. Zu seinen Aufgaben zählt neben der kaufmännischen Verwaltung, wie der Anpassung der Miete oder der Bezahlung anfallender Kosten, auch die technische Verwaltung wie z.B. die Kontrolle von Betrieb und Dienstleistern.
Haustechnik
Unter dem Begriff Haustechnik wird die gesammelte in einem Objekt verbaute Elektronik zusammengefasst. Teilbereiche sind beispielsweise die Sanitär- und die Aufzugstechnik sowie eine Vielzahl anderer Teilbereiche.
Heizung
Das Heizen dient der Temperaturregelung z.B. in einer Wohnung. Ist die Temperatur zu niedrig, so kann diese durch das Aufheizen des Objektes nach oben hin korrigiert werden. Ein Gebäude kann beispielsweise mit Fernwärme, einem Kamin, einer Pellet-Anlage oder dergleichen geheizt werden.
Herstellungskosten
Als Herstellungskosten werden die Kosten bezeichnet welche beim Bau einer Immobilie anfallen. Hierbei werden sämtliche Nebenkosten und Gebühren mit einbezogen.
Hinterlüftung
Die Hinterlüftung ist ein belüfteter Hohlraum zwischen der Wandkonstruktion und der Fassade. Sie dient der Thermoregulierung und der Vermeidung der Wasserbildung im Mauerwerk.
Hypothek
Die Hypothek ist dem Grundpfandrecht zugehörig. Sie bezeichnet das Abtreten der Rechte an einer Immobilie zugunsten einer Aufwendung, meist in Form eines Kredites. Die Hypothek dient der Bank als Sicherheit, da sie, wenn der gegebene Kredit nicht mehr bedient werden kann, dazu befugt ist die Belastete Immobilie zu veräußern um die entstandenen Kosten zu decken.
Hypothekendarlehen
Das Hypothekendarlehen bezeichnet den Kredit den die Bank im Zuge einer Hypothek an den Hauseigentümer ausschüttet.
Immobilienkauf
Der Immobilienkauf ist eine Alternative zum Mietverhältnis und bietet über die gewonnene Freiheit hinaus eine solide Möglichkeit der Altersvorsorge.
Immobilienverwaltung
Die Immobilienverwaltung bezeichnet zum einen die benannte Aufgabe und zum anderen häufig auch das entsprechende Verwaltungsorgan das diese ausführt.
Innenputz
Der Innenputz bezeichnet die Verkleidung der Innenwand. Dies wird zur Vermeidung von chemischen Bindemitteln durch die Verwendung von Gips bewerkstelligt.
Instandhaltungsrücklage
Die Instanthaltungsrücklage ist eine Zwangsrücklage welche monatlich zu leisten ist um in Ernstfall die Instandhaltung oder Modernisierung der Immobilie gewährleisten zu können.
Jahresabrechnung
Die Jahresabrechnung ist eine Aufstellung aller Einnahmen und Ausgaben einer Wohnungseigentümergemeinschaft, welche diese dem Gesetz nach dem Abschluss eines jeden Wirtschaftsjahres zu erstellen hat.
K-Wert
Der K-Wert oder auch Wärmedurchgangskoeffizient ist eine Maßeinheit mit welcher die Wärmedämmung einer Immobilie bewertet werden kann. Seit 2009 müssen alle Neubauten bestimmte vorgegebene K-Werte einhalten.
Kalkulation
Bei der Kalkulation werden die Kosten einzelner Teilbereiche oder des Gesamtprojekts berechnet. In der Kalkulation vereinen sich alle wesentlichen wirtschaftlichen Faktoren welche letzten Endes zur Ermittlung des Gesamtpreises führen.
Kanalauskunft
Beinhaltet alle wichtigen Informationen über öffentliche Kanalanlagen im Bereich eines Bauvorhabens. Dies ist wichtig um beispielsweise so Planen zu können, dass kein Konflikt zwischen dem Kellergeschoss und der Kanalisation entsteht.
Kapitalanlageimmobilie
Eine Immobilie die nicht zum Eigenbedarf sondern als Investition gekauft wird bezeichnet man gemeinhin als Kapitalanlage.
Kaufvertrag
Ein Vertrag welcher zwischen einem Verkäufer und einem Käufer zum Zwecke eines Eigentumswechsels für eine Gegenleistung geschlossen wird. Wichtige Inhalte sind beispielsweise der Kaufpreis, die einzuhaltenden Fristen, die Gewährleistung etc.
KfW
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau unterhält das sogenannte KfW-Wohneigentumsprogramm welches die Förderung von zinsgünstigen Darlehen für den Erwerb oder den Bau von selbst genutzten Eigentumswohnungen und Eigenheimen in Deutschland, sowie des Erwerbs von Genossenschaftsanteilen zum Ziel hat. Hierbei ist eine Förderung von bis zu 50.000€ vorgesehen.
KS-Steine
Kalksandsteine sind künstlich hergestellte, weiße Mauersteine welche aus den rein natürlichen Rohstoffen Sand, Kalk und Wasser — ohne künstliche Zusätze — gefertigt werden. Aufgrund seiner vergleichsweise hohen Gewichtsmasse verfügt dieser Werkstoff über sehr gute Schalldämmung und Wärmespeicherung. Das macht ihn Ideal für Rohbauten.
Lageplan
Legt die Einzelheiten eines Bauvorhabens wie z.B. den Bauherren, Nachbargrundstücke, Baulasten etc. fest. In der Regel wird das Grundstück in einer Draufsicht im Maßstab von 1:500 gezeigt. Damit man sich das fertige Gebäude besser vorstellen kann sind im Lageplan auch die benachbarten mit eingezeichnet. 
Laminat
Das Laminat ist ein Bodenbelag aus Kunststoff dessen Oberfläche jedoch einem Holzimitat entspricht. Das Laminat ist die günstigere Variante des Parketts, weist jedoch bei entsprechender Qualität in der Betrachtung kaum Unterschiede auf.
Landschaftsarchitekt
Der Landschaftsarchitekt ist dafür verantwortlich dass die Frei- und Grünflachen ein stimmiges Bild ergeben. So plant er beispielsweise die Bepflanzung von Grünflachen und entwirft das angestrebte Landschaftsbild.
Lastenfreitstellung
Bei der Lastenfreistellung halten Käufer und Verkäufer eines Grundstückes vertraglich fest dass der Käufer keinerlei Grundbuchbelastungen des Grundstückes übernimmt. Der Verkäufer verpflichtet sich im Kaufvertrag dazu das Grundstück vor dem Verkauf von Altlasten wie beispielsweise einem Grundpfand zu befreien.
Lebenshaltungskostenindex
Der Geldwert wird Anhand eines Vorgegebenen Warenkorbes wichtiger Dienstleistungen und Güter bewertet. Der ermittelte Wert ist der sogenannte Lebenshaltungskostenindex.
Leistungsphasen nach HOAI

Die Gesamtleistung eines Architekten oder Ingenieurs wird in Deutschland nach der Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen (HOAI) in 9 verschiedene Leistungsphasen gegliedert. Die Bezahlung des Fachmannes erfolgt jeweils in Relation zu den bereits fertiggestellten Phasen welche sich allgemein in die Phasen Entwurf (1-3), Genehmigung (4), Werkplanung (5), Ausschreibung (6-7) und Bauleitung (8) gliedern. Im Detail werden die Leistungsphasen jedoch wie folgt benannt:

  1. Grundlagenermittlung
  2. Vorplanung mit Kostenschätzung
  3. Entwurfsplanung und Kostenberechnung
  4. Genehmigungsplanung
  5. Ausführungsplanung
  6. Vorbereitung der Vergabe, einschließlich Ermitteln der Mengen und Aufstellen von Leistungsverzeichnissen (LV)
  7. Mitwirkung bei der Vergabe inklusive  Kostenanschlag
  8. Objektüberwachung – Bauüberwachung und DokumentationO
  9. Objektbetreuung
Leistungsverzeichnis (LV)
Ein Leistungsverzeichnis ist Bestandteil einer Leistungsbeschreibung und beschreibt die im Rahmen eines Auftrages zu erbringende Gesamtleistung in Form von Teilleistungen. Im Bauwesen ist es gemeinhin üblich Bauleistungen mittels eines Leistungsverzeichnisses auszuschreiben damit sich qualifizierte Firmen z.B. für die Verglasung melden können.
Loggia
Als Loggia wird ein Raum bezeichnet welcher sich durch Bögen oder andere Konstruktionen zum Außenraum hin öffnet. Dies kann beispielsweise in Form eines Balkons oder eines überdachten Einganges realisiert sein.
Löschungsbewilligung
Als Löschungsbewilligung gilt die Zustimmung des Betroffenen einen Eintrag im Grundbuch zu löschen. Dies ist meist dann der Fall wenn der Baukredit abbezahlt ist und die Bank die Grundschuld, welche als Sicherheit für den Kredit gedient hat, aus dem Grundbuch löschen lässt.
Löschungsvormerkung
Die Löschungsvormerkung bezeichnet die im Grundbuch eingetragene Bedingung, bei deren Erfüllung eine eingetragene Grundschuld gelöscht werden kann.
Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV)
Die Makler- und Bauträgerverordnung legt verbindlich fest welche Pflichten Bauträger, Makler und Kreditgeber bei der Ausführung ihrer Arbeit zu erfüllen haben.
Maklerprovision
Die Maklerprovision bezeichnet die Entlohnung welche ein Makler beim erfolgreichen Vermitteln einer Immobilie erhält. Sie ist erfolgsgebunden und richtet sich in ihrer Höhe nach dem Miet- oder Kaufpreis der Immobilie.
Maler
Die Aufgabe des Malers und Lackierers ist die Endbearbeitung von Oberflächen auf der Baustelle. Dies kann das Bemalen der Außenwand, das Lackieren von Türen und Fenstern, oder das Auftragen von Schutzschichten sein.
Mangel
Ein Mangel bezeichnet einen vorliegenden Fehler welcher sowohl sachlicher als auch juristischer Natur sein kann. So kann dies im konkreten Fall des Hausbaus beispielsweise eine defekte Fensterdichtung, eine Verzögerung der Fertigstellung oder eine feuchte Wand sein.
Mieterhöhung
Der Eigentümer hat das Recht die Miete seiner Immobilien im gesetzlich reglementierten Rahmen zu erhöhen um sie beispielsweise der ortsüblichen Miete anzupassen und seine Immobilie rentabel zu halten.
Mietkaution
Die Mietkaution ist ein Geldbetrag welcher vor dem Einzug vom Mieter an den Vermieter zu entrichten ist. Die Kaution dient der Sicherung eventueller Forderungen welche der Vermieter nach dem Auszug des Mieters stellen könnte. Wenn beispielsweise die Immobilie nicht Ordnungsgemäß hinterlassen wurde so kann der Vermieter die Kaution für benötigte Renovierungsarbeiten verwenden. Wird die Wohnung beim Auszug vom Mieter in einem einwandfreien Zustand übergeben, so erhält er die Kaution in voller Höhe zurück.
Mietnebenkosten
Unter den Begriff Mietnebenkosten fallen alle Fälligkeiten welche nicht schon durch die Miete abgedeckt sind und daher durch den Eigentümer vom Mieter eingefordert werden können. Dazu zählen unter Anderem Heizung, Wasser etc.
Mietvertrag
Bei der Schließung eines Mietvertrages überlässt der Eigentümer einer Immobilie dem Mieter, meist im Austausch gegen eine monatliche Zahlung in Form einer Miete, das Recht die genannte Immobilie zu bewohnen.
Miteigentumsanteil
Der Miteigentumsanteil bezeichnet den Umfang des Miteigentums an der Wohnungseigentümergemeinschaft. Er berechnet sich je nach verhältnismäßiger Größe der im Besitz befindlichen Immobilie und dient unter anderem zur Bemessung des Anteils welcher zur Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums beigetragen werden muss.
Musterhaus
Fertig eingerichtetes Objekt welches als Veranschaulichung der Bauleistungen und als Inspirationsquelle in Sachen Ausstattung dient.
Naturstein
Als Naturstein werden all jene Gesteinsarten bezeichnet welche so in der Natur vorzufinden sind. Naturstein kann z.B. zur Außenverkleidung eines Gebäudes genutzt werden.
Nießbrauchrecht
Der Nießbrauch gewährt einer bestimmten Person ein umfassendes Nutzungsrecht an einem Grundstück. Der Nießbraucher darf in der Regel alle Nutzungen des Grundstücks ziehen und erwirbt an Erzeugnissen und sonstigen Bestandteilen des Grundstücks mit der Trennung Eigentum.
Nominalzins
Als Berechnungsgrundlage für die anfallenden Zinsen eines Darlehens dient der sogenannte Nominalzins. Aus diesem Zins bezogen auf den Nennwert eines Kredites errechnen sich die fälligen Zinskosten.
Notar
Ein Notar ist eine Person welche dazu berechtigt ist die Beglaubigungen und Beurkundungen von Rechtsgeschäften, Tatsachen, Beweisen und Unterschriften vorzunehmen. Gerade im Baugewerbe sind beide Seiten aufgrund der Relevanz der geschlossenen Verträge auf eine notarielle Beglaubigung angewiesen. Somit sind schlussendlich beide Parteien auf der sicheren Seite.
Notaranderkonto
Bankkonto, das der Notar im eigenen Namen und mit eigener Verfügungsbefugnis treuhänderisch für einen Dritten unterhält.
Nutzfläche
Nutzfläche bezeichnet den Teil der Grundfläche, der zwar benutzt aber nicht bewohnt werden kann – z.B. Treppenhäuser, Eingangsbereich, Dachboden.
Optionstarif (Bausparvertrag)
Der Optionstarif bietet dem Inhaber des Bausparvertrages die Möglichkeit Die Spar- und Tilgungszinsen auch nach Abschluss des Vertrages noch zu ändern.
Parkett
Als Parkett wird ein Bodenbelag aus Holz bezeichnet, welcher in geschlossenen Gebäuden zum Einsatz kommt. Das Parkett zählt zu den edleren Bodenbelägen und wird meist in Form eines Musters verlegt.
Passivhaus
Benötigt ein Gebäude auf Grund seiner Wärmedämmungseigenschaften keine klassische Gebäudeheizung, wird es als Passivhaus bezeichnet.
Plankopf
Bereich eines Planes in dem die Daten stehen welche für den gesamten Plan gelten. Aufgeführt werden hier beispielsweise stets die Plannummer, der Bauherr, der Inhalt des betreffenden Plans etc.
Projektentwicklung
Die Projektentwicklung (z.B. die Schultheiß Projektentwicklung GmbH) befasst sich mit ganzheitlichen Konzepten. In der Projektentwicklung läuft der gesamte Prozess von Planung, über die Konzeption, der Grundstückserwerb etc. bis zur Fertigstellung und dem Verkauf der fertigen Immobilie zusammen.
Prüfstatiker
Bei Bauvorhaben ab mittlerer Schwierigkeit (größer als Zweifamilienhaus) ist die Überprüfung der Statik durch einen unabhängigen Statiker erforderlich um die Sicherheit des Gebäudes zu gewährleisten und den Bauträger einer Fremdkontrolle zu unterwerfen. Diese Überprüfung durchzuführen ist die Aufgabe des Prüfstatikers.
Qualifizierter Mietspiegel
Ein qualifizierter Mietspiegel ist eine unter anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellte Übersicht über die ortsüblichen Mieten. Dieser muss von Interessenvertretern der Vermieter und der Mieter und der Gemeinde anerkannt werden und gilt für 2 Jahre.
Rangstelle
Gläubiger eines Darlehensnehmers werden in einer bestimmten Reihenfolge im Grundbuch gelistet. Die jeweilige Rangstelle ist im Fall einer Zwangsvollstreckung wichtig: Je besser die Platzierung, desto höher ist die Chance, dass die ausstehenden Forderungen bedient werden können.
Räumung
Eine Räumung bezeichnet die ganze oder Teilweise Entleerung eines Gebäudes. Dies kann in kleinem Maße in Form einer Zwangsräumung z.B. bei Mietverzug geschehen oder im großen Maße im Falle von Abrissarbeiten. Wird ein Objekt geräumt so ist dabei sicher zu stellen dass keine Personen im Objekt verbleiben.
Richtfest
Feierlicher Anlass zur Fertigstellung des Dachstuhles. Dient der Ehrung der Handwerker und soll dem Gebäude Glück bringen.
Rohbau
Als Rohbau wird ein Objekt bezeichnet dessen äußere Kontur, einschließlich des Dachstuhls, fertiggestellt ist. Die beinhaltet jedoch keine Fenster, keinen Putz, keine Elektroinstallationen etc.
Rücktrittsrecht

Das Rücktrittsrecht ist im Notariell beglaubigten Vertrag festgehalten und führt zur Rückabwicklung eines Vertrages, sodass empfangene Leistungen(z.B. geleistete Zahlungen) zurück gewährt werden müssen.

Das Rücktrittsrecht ist ein Gestaltungsrecht, weil es die Rechtslage verändert, ohne dass die Gegenseite beteiligt wäre: der einvernehmlich geschlossene Vertrag wird einseitig rückabgewickelt.

Sachverständiger
Der Sachverständige ist eine unabhängige Person, die auf einem oder mehreren bestimmten Gebieten über besondere Sachkunde sowie Erfahrung verfügt. Der Sachverständige trifft aufgrund eines Auftrages allgemeingültige Aussagen über einen ihm vorgelegten oder von ihm festgehaltenen Sachverhalt. Diese Aussagen sind vor Gericht gültig.
Sachwert
Der Sachwert ist der tatsächliche, dingliche Wert eines Grundstücks und der darauf erbauten Immobilie. Er kann gegebenenfalls stark vom Verkehrswert einer Immobilie abweichen.
Sachwertverfahren
Im Sachwertverfahren wird der Wert einer Immobilie ermittelt. Dieses Verfahren wird bei Eigentumswohnungen und Häusern verwendet, nicht bei Mietobjekten.
Sanierung
Sanierung ist die baulich-technische Wiederherstellung oder Sanierung von Gebäuden oder Bauwerken – meist zum Zweck von Schadensbeseitigungen oder Wohnstandarderhöhung.
Sanitär
Mit dem Begriff Sanitär werden all jene Bereiche des Bauwesens bezeichnet welche sich mit der Hygiene und der Gesundheit des Menschen befassen. Darunter fallen die Trinkwasserversorgung, die Abwasserentsorgung sowie z.B. das Bad.
Schallschutzgutachten
Ein Schallschutzgutachten wird von einem entsprechenden Sachverständigen durchgeführt. Dieses Gutachten bildet die Basis für vom Bauträger zu ergreifende Lärmschutzmaßnahmen beim Bau. Die zu errichtenden Wohneinheiten müssen in einem ausreichenden Maß schallgeschützt sein um eine angemessene Wohnqualität zu gewährleisten.
Schlosser
Der Schlosser befasst sich auf der Baustelle mit den Metallarbeiten. Zu seinen Aufgabenbereichen gehören beispielsweise Treppengeländer, Zäune etc.
Schnitt
Eine (Durch-)Schnitt(s)zeichnung dient der Veranschaulichung innenliegender Eigenschaften von Bauteilen wie z.B. der Bohrtiefe eines Loches. So wird beispielsweise eine Schnittzeichnung benötigt um festzuhalten mit welcher Art von Schraube und mit welcher Lochtiefe ein Treppengeländer befestigt werden muss. Gäbe es keine Schnittzeichnung, so wäre der Bauträger nicht auf Anhieb in der Lage die passenden Teile zu verwenden, da diese nicht näher beschrieben wären.
Schufa-Klausel
Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) gibt Auskunft über die Bonität von Personen und Unternehmen. Hier werden nur Daten über das Zahlungsverhalten – sowohl positiv als auch negativ – gespeichert. Einkommens- und Vermögensverhältnisse werden nicht erfasst.
Sicherungszweckerklärung
In der Sicherungszweckerklärung werden die Rechte des Gläubigers, durch die Eintragung einer Grundschuld ins Grundbuch, im Falle eins Zahlungsausfalls genau definiert. Inhaltlich legt sie vor allem den Betrag fest, den der Kreditgeber aus der Grundschuld geltend machen kann.
Solaranlage
Eine Solaranlage ist eine, meist auf Dächern angebracht Anlage, zur Umwandlung von Sonnenenergie in eine andere Form von Energie.
Sondereigentum
Das Sondereigentum bezeichnet jenes Wohneigentum innerhalb eines Mehrparteienhauses welches ausschließlich dem entsprechenden Mieter gehört. Hierzu zählt die Wohnung sowie ggf. andere abgeschlossene Räume außerhalb der Wohnung wie z.B. Teile des Kellers oder des Dachbodens.
Souterrain
Eine Souterrain-Wohnung befindet sich mit dem Fußboden unterhalt der Erdoberfläche. Oftmals liegen Souterrain-Wohnungen nur halb unter der Erdoberfläche, sodass – im Gegensatz zu Kellergeschossen - ein Einbau von normal großen Fenstern möglich ist.
Spartenauskunft
Verzeichnis welches die für verschiedene Bereiche wie z.B. Strom, Abwasser etc. verantwortlichen Leistungsträger aufführt.
Staffelmiete
Wenn bei Vertragsabschluss vereinbart wird, dass sich die Miete zu einem bestimmten Zeitpunkt um einen bestimmten Betrag erhöht, nennt sich das Staffelmiete. Der veränderte Mietpreis muss für mindestens ein Jahr gleich bleiben.
Statiker
Dem Statiker oder auch Tragwerksplaner obliegt es die Stabilität des Baus durch zielführende Planung zu gewährleisten. Des Weiteren ist es Teil seines Aufgabenbereiches sicherzustellen dass das Bauwerk alle gesetzlichen Auflagen erfüllt.
Teilungserklärung
Die Teilungserklärung weist dem Grundbuchamt gegenüber die Aufteilung eines Grundstückes in Miteigentumsanteile nach. Diese Anteile werden mit dem Sondereigentum der Wohnungen auf die Immobilienkäufer verteilt.
Teppich
Als Teppich wird eine Boden- oder Wandverkleidung aus Textilien bezeichnet. Die Vielfalt reicht vom klassischen Teppichboden bis zu Perserteppichen oder Wandteppichen.
Tilgung
Eine außerplanmäßige oder planmäßige Rückzahlung von Schulden nennt man Tilgung.
Tilgungsaussetzung
Bei einem finanziellen Engpass kann man durch eine Tilgungsaussetzung vereinbaren, dass nur der fällige Darlehenszins bezahlt wird. Dies kann für eine Rate oder auch für einen längeren Zeitraum gelten.
Trespaplatten
Spezielle Hochdruck-Laminatplatten welche äußerst robust sind und beispielsweise zur Verkleidung der Fassade genutzt werden können.
Trockenbau
Der Trockenbau bezeichnet die Herstellung von raumabgrenzenden, aber nicht tragenden Elementen ohne die Verwendung Feuchtigkeitshaltiger Baumittel wie Beton oder Gips. Beispiele hierfür sind Decken- und Wandverkleidungen aus Holz.
Übergabestation
An der Übergabestation findet die Anpassung der vom Versorger gelieferten Ressourcen wie z.B. Fernwärme an die Bedürfnisse des Kunden statt. Vom Versorger gelieferte Ressourcen sind im Lieferzustand selten mit den Bedürfnissen des Kunden kompatibel. So sorgt bei der Fernwärme die Übergabestation dass das Wasser von der Transporttemperatur, welche die Bedürfnisse des Kunden bei weitem übersteigt, auf ein verwendbares Maß reguliert wird.
Umbauter Raum
Umbauter Raum ist das Maß für das Volumen eines Gebäudes. Diese Maßangabe wird z. B. für Wirtschaftlichkeitsrechnungen, Baugenehmigungen und Verkehrswertgutachten (z.B. für die Ermittlung des Beleihungswertes) benötigt.
Umweltamt
Das Umweltamt ist die staatliche Behörde welche unter anderem für die Einhaltung der ökologischen Richtlinien wie dem Natur-, Wasser- und Bodenschutz verantwortlich ist. Es überwacht bei einem Bauvorhaben die ökologische Verträglichkeit und schreitet bei Übertretungen der Richtlinien gegebenenfalls ein.
Unbedenklichkeitsbescheinigung
Die Unbedenklichkeitsbescheinigung garantiert dem Eigentümer, dass der Käufer die Grunderwerbssteuer bezahlt hat oder von ihr befreit wurde. Dies ist für die Eintragung ins Grundbuch essentiell.
Vergleichsmiete
Die im Mietspiegel zu findende Vergleichsmiete gilt Wohnraum mit gleicher Lage, Ausstattung, Art und Größe. Sie enthält alle Veränderungen der vergangenen vier Jahre. Ausgenommen hiervon sind Wohnräume, die gesetzlich an andere Mieten gebunden sind.
Vergleichswertverfahren
Im Vergleichswertverfahren wird der Wert eines Grundstücks ermittelt. Hiervon wird der Marktwert (siehe auch Verkehrswert) von anderen Grundstücken bzw. Immobilien, die in Lage, Bodenbeschaffenheit, Zuschnitt usw. ähnlich sind, abgeleitet.
Verkehrswert
Der Verkehrswert ist der aktuelle Wert einer Immobilie. Ein Synonym hierfür ist der Marktwert.
Vermessungsamt/Katasteramt
Das Vermessungsamt ist jene Behörde zu deren Aufgaben die des Amtlichen Vermessungswesens. Es ist für die Grundstücksvermessungen verantwortlich und gibt meist auch die öffentlichen Karten wie z.B. die Flurkarte heraus.
Vollfinanzierung
Wird ein Objekt ohne Eigenkapital finanziert, dass heißt der Käufer leiht sich die komplette Kaufsumme von der Bank, nennt man dies Vollfinanzierung.
Vollgeschoß
Ein Vollgeschoss liegt komplett über der Erdoberfläche und hat bei mindestens 2/3 der Grundfläche eine Höhe von mindestens 2,30 m.
Vorbescheid
Der Vorbescheid bietet die Möglichkeit vor dem Stellen eines wesentlich aufwändigeren Bauantrages verbindliche Zusagen vom zuständigen Bauamt einzuholen. Dieses Verfahren wird Maßgeblich für Grundsatzfragen wie eine Erlaubnis der Bebauung verwendet.
Vorfälligkeitsentschädigung
Wird ein Darlehen vorzeitig abgelöst, muss der Kunde eine Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank zahlen – sozusagen als Entschädigung für nun entfallende Zinsen. Grundsätzlich ist die Bank nicht verpflichtet, ein Darlehen vor Ablauf der vertraglich vereinbarten Laufzeit zurückzunehmen.
Vorkaufsrecht
Das Vorkaufsrecht ermächtigt den Begünstigten, was im Falle einer Immobilie meist der Mieter ist, ein bevorzugtes Kaufangebot abzugeben. Sollte sich der Eigentümer entscheiden die Immobilie zu verkaufen und von einer Drittpartei ein Angebot annehmen wollen, so ist es dem Mieter möglich durch Abgabe eines gleichwertigen Angebotes die Wohnung bevorzugt zu kaufen.
Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Ein Wärmedämmverbundsystem dient der Dämmung von Gebäudeaußenwänden. Das System wird meist z.B. in der Form von Styropor zwischen der Außenwand des Gebäudes und dem Putz verbaut.
Weiße Wanne
Ein Gebäude welches durch die Verwendung von WU-Beton für Bodenplatten und Außenwänden Wasserdicht konstruiert wurde.
Werbetafel
Eine zum Zweck der Außenwerbung errichtete Fläche, welche der Präsentation von Werbemedien dient. Im Bereiche des Immobilienmarktes kann so beispielsweise mittels Außenwerbung auf neue Bauvorhaben oder bestehende Wohnungsangebote aufmerksam gemacht werden.
Werkplanung
Die Werkplanung ist der Teil des Planungsprozesses an dem aus den bestehenden Entwürfen und Genehmigungsplänen unter Einbeziehung einer Vielzahl von Fachleuten eine Aufarbeitung zum Zwecke der Realisierbarkeit des Projektes stattfindet. Der Plan beinhaltet mit den Maßen, Toleranzen und dergleichen alle Werte welche zur Umsetzung des Projektes erforderlich sind.
Wohngebäudeversicherung
Die Wohngebäudeversicherung versichert Immobilieneigentümer gegen Feuer-, Hagel-, Leitungswasser- und Sturmschäden. Sie sichert die Existenz der Eigentümer und deckt im Schadensfall die Kosten für den Wiederaufbau oder die Sanierung.
Wohngeld
Wohngeld wird vom Deutschen Staat an diejenigen gezahlt, die auf Grund von geringem Einkommen einen Zuschuss zur Miete benötigen. Ebenfalls erhalten Eigentümer zu den Kosten für selbst genutzten Wohnraum einen Zuschuss in Form von Wohngeld.
Wohnungseigentumsgesetz (WEG)
Das Wohnungseigentumsgesetz regelt im Falle einer entsprechenden formellen Teilung eines Grundstücks durch Teilungserklärung das Eigentum an den einzelnen Wohnungen oder Gebäuden, an nicht zu Wohnzwecken genutzten Räumen oder Flächen und das Gemeinschaftseigentum am gemeinsamen Gebäude oder Grundstück.
Wohnungsübergabe
Bei der Wohnungsübergabe sind sowohl Mieter als auch Vermieter anwesend, um gemeinsam ein Protokoll über den Zustand der Wohnung, eventuelle Mängel oder Schäden aufzusetzen und die Schlüssel zu übergeben.
WU-Beton
Eine spezielle Betonsorte welche besonders Wasserundurchlässig ist. Wasserundurchlässiger Beton wird vor allem für Bodenplatten und Außenwände verwendet, um so ein trockenes Gebäude gewährleisten zu können.
Z0 (Einbauklasse)
Die Länderarbeitsgemeinschaft Abfall hat eine Richtwertskala festgelegt, aufgrund derer bei Bauarbeiten anfallendes Material auf seine weitere Einbaufähigkeit getestet werden muss. Die Werte reichen vom „Unbeschränkten Einbau“ (Z0) bis zur „Sonderabfalldeponie“ (Z5). Wurde also beispielsweise angefallener Aushub mit Z0 bemessen, so kann dieser bedenkenlos wieder verbaut werden.
Zeitmietvertrag
Mietverhältnis, das auf eine bestimmte Zeit befristet ist. Zur Befristung muss ein konkreter Grund wie Eigenbedarf, Instandsetzung der Mietsache, etc. angegeben werden.
Zimmerer
Als Zimmerer oder Zimmermann wird bezeichnet wessen Aufgabe auf dem Bau die Bearbeitung von Holz ist. In den Verantwortungsbereich des Zimmerers fallen beispielsweise Boden- und Wandverkleidungen, sowie Arbeiten am Dachstuhl soweit dieser aus Holz besteht.
Zinsbindung
Zinsbindung ist die Festlegung des Zinssatzes bei Darlehen.
Zinsfestschreibung
Eine Zinsfestschreibung bezeichnet die Dauer der Zinsbindung. In diesem Zeitraum sind keine Änderungen der Kreditkonditionen möglich.
Zinssatz
Beim Zinssatz handelt es sich um einen bestimmten Wert, nach dem der Preis für ein geliehenes Kapital berechnet wird. Der Zinssatz wird stets in Prozent angegeben.
Zwangsversteigerung
Bei Zwangsversteigerungen werden Grundstücke, deren Aufbauten und Wohneigentum durch das jeweils zuständige Amtsgericht an den höchst Bietenden versteigert.
Zweite Berechnungsverordnung (II. BV)
Die Zweite Berechnungsverordnung (II. BV) legt fest, wie die Wirtschaftlichkeit eines Wohnraums zu berechnen ist.
Zwischenfinanzierung
Bei einer Zwischenfinanzierung handelt es sich um eine kurzfristige (ca. 1-2 Jahre) Kreditvergabe eines Kreditinstitutes, bis der Kreditnehmer auf sein eigenes Vermögen zugreifen kann. Diese Art der Finanzierung ist üblich, wenn man z.B. auf Wertanlagen, Lebensversicherungen etc. erst in einem kurzfristigen Zeitraum zugreifen kann. Die Konditionen bei Zwischenfinanzierungen sind fast immer schlechter, als bei langfristigen Krediten.